Zum Inhalt springen

Reizdarm & Blähbauch - Neue Hoffnung für Betroffene

In der aktuellen Ausgabe vom Magazin "Gesundheit!" des Südkuriers finden Sie einen Artikel zu den Hintergründen und unseren Therapiemöglichkeiten beim Reizdarm-Syndrom.

Bauchschmerzen, Blähungen, Völlegefühl, wechselhafter Stuhlgang von Durchfall bis Verstopfung und das ständige Gefühl eines aufgeblähten Bauches, so beschreiben viele Betroffene Ihre Beschwerden.

Das Reizdarmsyndrom ist dabei eine sehr häufige Störung des Verdauungstraktes. Man geht davon aus, dass ca. 10–15 % der Menschen in Deutschland davon betroffen sind. Da die Diagnose Reizdarm erst gestellt wird wenn keine organischen Ursachen für die Beschwerden gefunden wurden, werden viele Betroffene als Hypochonder abgestempelt.

Im Internet finden sich zahllose Erfahrungsberichte von Betroffenen. "Ich konnte essen was ich wollte. Kurze Zeit nach dem Essen begannen die Beschwerden. Am Schlimmsten war der ständig aufgeblähte Bauch für mich – gerade im Sommer traute ich mich deswegen gar nicht mehr aus dem Haus", schreibt eine Betroffene.

Der Heilpraktiker Jörg Bort aus Konstanz beschäftigt sich bereits seit einigen Jahren mit den vielfältigen und immer mehr zunehmenden Magen-Darm-Beschwerden: "Die gängige Diagnostik bleibt bei solchen Patienten häufig ohne Befund. Es gibt allerdings noch eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten zur Ursachenermittlung bei unklaren Verdauungsbeschwerden, die bislang nicht im Fokus der Ärzte stehen. Neben einer tiefergehenden Stuhluntersuchung wie dies üblicherweise gemacht wird, berücksichtige ich auch Lebensmittelunverträglichkeiten und teste die Patienten auf eine bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms".

Neue Forschungen bestätigen dieses Vorgehen. So hat der amerikanische Arzt Mark Pimentel herausgefunden, dass beim Reizdarm eine bakterielle Fehlbesiedelung die entscheidende Ursache sein kann. Hier kommt es zu einer ungewollten Übersiedelung von Bakterien aus dem Dickdarm in den Dünndarm und diese können die typischen Reizdarmbeschwerden verursachen. Die Bakterien verrichten nämlich auch im Dünndarm weiterhin ihre gewohnte Aufgabe: Sie verstoffwechseln jede Form von Zucker – doch das sollte eben nicht schon im Dünndarm geschehen. Denn bei diesem Prozess entstehen Gase und diese können dem Dünndarm kaum entweichen. Die Folgen sind der typische Blähbauch und unangenehme Blähungen. Je nach Art der Gase kann die Bewegung des Dünndarmes stark angeregt (bis hin zu Durchfall) oder auch gelähmt werden (bis zur Verstopfung). Ob sich im Dünndarm Bakterien angesiedelt haben und diese die Ursache für die Reizdarmbeschwerden sind, kann über einen speziellen Atemgastest sichtbar gemacht werden. Bislang wird dieser Test allerdings nur von wenigen Ärzten und Heilpraktikern eingesetzt.

Herr Bort ist einer der ersten im Bodenseeraum, der diesen neuartigen Test auf Fehlbesiedlung anbietet und er geht noch einen Schritt weiter: "Vermutlich sind auch viele Laktose- und Fruktoseunverträglichkeiten auf dieses Phänomen zurückzuführen und in Wahrheit gar nicht das eigentliche Problem. Die aufgestiegenen Bakterien erfüllen einfach am falschen Ort Ihre Aufgabe.", so der Heilpraktiker aus Konstanz.

Auf der Basis der Untersuchungsergebnisse stellt Herr Bort den Betroffenen eine 8–12 wöchige "Darm-Kur" zusammen, die sich aus Ernährungsempfehlungen, pflanzlichen Antibiotika und probiotischen Bakterien zur Regeneration des Darms zusammensetzen kann.

Auch bei den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn kann die Abklärung einer bakteriellen Fehlbesiedlung wie auch anderen wenig beachteten Ursachen sowie Nahrungsmittelunverträglichkeiten sinnvoll sein.

Einen Blick in das gesamte Magazin können Sie unter folgendem Link werfen:
http://digital.suedkurier.de/gesundheits_journal_bor_20160602/

Wenn auch Sie wissen möchten, ob bei Ihnen eine Fehlbesiedlung im Dünndarm oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten vorliegen, dann rufen Sie an und vereinbaren eine Termin zur Erstberatung.

Sie haben Fragen zu dieser Meldung?
Dann rufen Sie an: 07531 - 127 40 00 oder schreiben per Kontaktformular.